Befragung
Die Interviews zu dieser Studie bestanden jeweils aus einem mündlichen und einem schriftlichen Interviewteil (Ausfüllheft). Das Ausfüllheft konnte von den Befragten direkt im Anschluss an das mündliche Interview ausgefüllt werden, wurde in aller Regel aber im Haushalt zurückgelassen und nach ein bis zwei Tagen vom Interviewer wieder abgeholt. Die Interviews wurden – jeweils zur Hälfte durch die beauftragten Institute – in der Zeit vom 31. Oktober bis zum 2. Dezember 2005 und vom 2. Januar bis zum 20. Januar 2006 durchgeführt. Befragt wurde an allen Wochentagen; die Interviews verteilen sich dabei wie folgt: Montag 20 %, Dienstag 18 %, Mittwoch 17 %, Donnerstag 15 %, Freitag 15 %, Samstag 11 %, Sonntag 4 %. Insgesamt waren 691 Interviewer eingesetzt. Eine Nachkontrolle fand bei über einem Drittel aller Interviews statt.
Grundgesamtheit
Grundgesamtheit dieser Untersuchung bilden alle deutschsprachigen Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, die in Privathaushalten leben, insgesamt 25,21 Mio. Personen.
Stichprobe
Die Stichprobe dieser Studie ist eine Adressen-Random-Stichprobe, d.h. Adressenermittlung und Befragungsvorgang waren strikt voneinander getrennt. Die Befragungen wurden in vier Netzen zu je 258 Sample-Points des koordinierten ADM-Stichprobensystems durchgeführt, wobei jedes Institut zwei Netze bearbeitete. Innerhalb dieses Stichprobensystems wird in jedem Netz mit 258 Sample-Points die Bevölkerung der Bundesrepublik repräsentativ abgebildet. Pro Point wurden neun Adressen zur Bearbeitung vorgegeben. Die so gebildete Stichprobe ist eine Haushaltsstichprobe, in der jeder Haushalt die gleiche Chance hat, ausgewählt zu werden. Die Bestimmung der Zielperson im Haushalt erfolgte dann mittels eines Zufallszahlenschlüssels. Die Chance jeder (zur Grundgesamtheit gehörenden) Person im Haushalt, als Zielperson ausgewählt zu werden, ist damit umgekehrt proportional zur Anzahl aller im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen.
| 25,21 Mio. Frauen, 14-64 Jahre | ||||||
| Ausschöpfung der Stichprobe | absolut | % | ||||
| Eingesetzte Adressen | 9.288 | 100,0 | ||||
| qualitätsneutrale Ausfälle:
angegebene Straße/Haus-Nr. nicht auffindbar, Wohnung unbewohnt, Geschäft, Büro |
35 | 0,4 | ||||
| keine Frau im Alter von 14 bis 64 Jahren im Haushalt/im Haushalt leben nur Ausländer, der deutschen Sprache nicht mächtig | 2.425 | 26,1 | ||||
| andere Ausfallgründe | 14 | 0,2 | ||||
| Qualitätsneutrale Ausfälle gesmt | 2.474 | 26,6 | ||||
| Bereinigte Stichprobe | 6.814 | 100,0 | ||||
| Relevante Ausfälle | ||||||
| im Haushalt trotz mehrfacher Besuche niemanden angetroffen |
410 | 6,0 | ||||
| Haushalt verweigert jede Auskunft | 313 | 4,6 | ||||
| Zielperson trotz mehrfacher Besuche nicht angetroffen |
396 | 5,8 | ||||
| Zielperson verweigert das Interview/bricht ab |
502 | 7,4 | ||||
| Zielperson krank | 69 | 1,0 | ||||
| Adresse nicht bearbeitet | 6 | 0,1 | ||||
| Relevante Ausfälle gesamt | 1.696 | 24,9 | ||||
| durchgeführte Interviews | 5.118 | 75,1 | ||||
| nicht verwertbare Interviews/ nach Kontrollen aus dem Datensatz entfernt |
64 | 0,9 | ||||
| Ausgewertete Interviews | 5.054 | 74,2 | ||||
Transformation
In einer ersten Gewichtungsstufe wurde die Random-Haushaltsstichprobe in eine Personenstichprobe transformiert. Diese Transformation ist notwendig, weil die Chance einer zur Grundgesamtheit gehörenden Person, befragt zu werden, umgekehrt proportional zur Zahl aller zur Grundgesamtheit gehörenden Personen im Haushalt ist. Durch die fallweise Multiplikation mit der Anzahl der im Haushalt lebenden 14- bis 64-jährigen Frauen wird diese Chancen-Ungleichheit ausgeglichen.
Redressement
Nach der Transformation wurde die Stichprobe – getrennt für alte und neue Bundesländer – an die demographische Struktur der MA 2006 Pressemedien I, Zielgruppe Frauen im Alter von 14 bis 64 Jahren, angeglichen. Zur Anwendung kam hierbei das ISBA-Programm ISALGE.
Sollvorgaben für dieses Redressement waren im
Westen
1. Alter in 5er-Sprüngen (10 Zellen)
2. Personen im Haushalt
(4 Zellen)
3. Ortsgröße BIK (5 Zellen)
4. Bundesland (11 Zellen)
5. Haushaltsnettoeinkommen (11 Zellen)
6. Ausbildung (6 Zellen)
7. Kinder
unter 14 Jahren im Haushalt (2 Zellen)
8. Haushaltsführende (2 Zellen)
9. Familienstand (3 Zellen)
10. Berufstätigkeit (3 Zellen)
11. Alter
(3 Zellen) x Ausbildung (3 Zellen)
12. Alter (6 Zellen) x Bundesland
(11 Zellen)
13. Alter (6 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
14. Alter (6 Zellen) x Personen im Haushalt (4 Zellen)
15. Personen im
Haushalt (4 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
16. Personen im Haushalt (4 Zellen) x Ortsgröße BIK (5 Zellen)
17. Ortsgröße BIK (5 Zellen) x Bundesland (11 Zellen)
18. TV-Gerät
im Haushalt (2 Zellen)
Im Osten galten diese Soll-Vorgaben analog unter Einbeziehung der dortigen sechs Bundesländer.
Reichweitenangleichung
Mit Hilfe des ISBA-Programms WISA wurden – getrennt für West und Ost – Nutzungswahrscheinlichkeiten, (erst-)angepasst an die MA 2006 PressemedienI, für die 68 in dieser KA erhobenen Zeitschriften erstellt. Die Erstangleichung der durchschnittlichen 1/2 -Stunden-Werte für 11 TV-Sender und der entsprechenden Werbezeitsegmente erfolgte an die MA 2005 Intermedia. Bei der Reichweitenangleichung wurden folgende Merkmale berücksichtigt:
1. Ausbildung
2. Alter
3. Familienstand
4. Berufstätigkeit
der Befragten
5. Anzahl der Personen im Haushalt
6. Haushaltsnettoeinkommen
7. jetziger oder früherer Beruf des HEB
8. Nielsen-Gebiete
9. Kinder
unter 14 Jahren
10. Kontaktmenge Zeitschriften
11. Schulbildung x Alter
„k. A.“-Setzung
Um der späteren Verarbeitung über multivariate Verfahren und auch dem Vollständigkeitsanspruch analog zur MA gerecht werden zu können, wurde bei einzelnen Fragen die Kategorie „keine Angabe“ aufgefüllt.
